IndexGroßer SaalSeele und Gesellschaft • Thema
Der Tot, Leiden oder Freiheit?
von Mr_Agent_Mulder erstellt: 28.07.08, 00:38:34 Uhr
Was haltet ihr von Selbstmord? Ist der Tot das Ende oder der Anfang?
PN Suche
von Kuranai erstellt: 28.07.08, 11:04:06 Uhr
Das Thema gab es hier schonmal...ist immer etwas strittig zu diskutieren.

Das Problem dabei ist dass es kaum einen Selbstmordversuch gibt, der aus einer nüchternen Überlegung hinaus entsteht.
Es geht eigentlich immer entweder Psychische Krankheit voraus (und/) oder es passiert in einer Extremsituation als Kurtschlusshandlung.

Zur Frage "Anfang oder Ende"

Ende auf jeden Fall! ...Anfang wäre möglich,
aber was könnte dafür sprechen diesen Anfang schnell herbei zu führen wenn man dafür etwas anderes beenden muß
und sich wahrscheinlich nur den Anfang von etwas Besserem einredet?!?

Mein Leben ist alles was ich habe.
Weil der Mensch sich kein "Ende" und keine Nichtexistenz vorstellen kann erfindet er REinkarnationsszenarien, Nirvanas und Ewiges Glück im Himmel...
Das kann er gerne machen, solange alle Religionen lehren dass man das Leben schätzen und nutzen soll!

Ich sag mal: Wenn wir schonmal hier sind sollten wir die Herusforderung und die Gelegenheit auch annehmen, es ist doch jeden Tag interessant mit all den anderen Lebenden!
...Mein Name ist Kent Brockman
und das war mein Senf.
PN Suche
von Joy erstellt: 10.08.08, 16:00:48 Uhr
Der Selbstmord ist das Weglaufen von Problemen,
die einem in einer anderen Existenz, wahrscheinlich,
wieder vor die Nase gesetzt werden, nur in einem anderen
Gewand.
PN Suche
von JayRay erstellt: 03.09.08, 01:53:24 Uhr
=> Hume zum Thema:

"...Ein Mensch, welcher sich aus dem Leben zurückzieht, fügt der Gesellschaft kein Leid zu; er hört bloß auf, ihr Gutes zu tun, was, wenn es ein Unrecht ist, ein Unrecht von der geringsten Art ist. – Alle unsere Verpflichtungen, der Gesellschaft Gutes zu tun, scheinen eine Art von Gegenseitigkeit einzuschließen. Ich empfange die Wohltaten der Gesellschaft und daher bin ich verpflichtet, ihre Interessen zu fördern; wenn ich mich aber aus der Gesellschaft überhaupt entferne, bin ich dann noch gebunden? Doch zugestanden, daß unsere Verpflichtung Gutes zu tun, beständig dauerte, so hat sie doch Grenzen: ich bin nicht verpflichtet, der Gesellschaft ein geringfügiges Gutes zu tun auf Kosten eines großen Schmerzes meinerseits: weshalb sollte ich also wegen eines nichtigen Nutzens, den die Gesellschaft vielleicht von mir erlangen möchte, ein elendes Dasein verlängern? Wenn ich auf Grund von Alter und Krankheit einen Beruf aufgeben und meine ganze Zeit darauf verwenden darf, mich gegen diese unglücklichen Umstände zu schützen und so viel als möglich das Elend meines künftigen Lebens zu erleichtern, warum darf ich nicht durch eine Handlung, welche für die Gesellschaft nicht nachteiliger ist, auf einmal all dieses Elend abschneiden? – Aber man setze den Fall, daß es nicht mehr in meiner Macht steht, das Interesse der Gesellschaft zu fördern, daß ich ihr eine Last bin, daß mein Leben eine andere Person verhindert, der Gesellschaft viel mehr zu nützen: in solchem Fall muß mein Verzicht auf das Leben nicht bloß schuldlos, sondern löblich sein. Und die meisten Menschen, welche in die Versuchung kommen, das Dasein zu verlassen, sind in solcher Lage; diejenigen, welche Gesundheit und Kraft und Ansehen haben, neigen gewöhnlich zur Zufriedenheit mit der Welt. ..."
You have to make the good out of the bad, because that is all you have got to make it out of. (R.P.Warren)
PN Suche
von Kay erstellt: 28.09.08, 00:52:46 Uhr
Ja, ein wunderbares Zitat von David Hume. Aber man muss differenzieren. Inwieweit habe ich vorher der Gesellschaft genutzt bzw. hat mich die Gesellschaft bemerkt und hat dieses Individuum der Gesellschaft Gutes getan. Nehmen wir an, der sich des Suizid Betätigende habe vorher geraubt, geplündert und gemordet. Führt er sich dann nicht einfach selbst seiner gerechten Strafe zu? Ist es nicht das Individuum selbst, was über SEIN Leben und SEIN Vergehen entscheiden kann und sollte? Wir haben nicht das Recht, über das Leben anderer zu entscheiden, kein Richter, Arzt oder Pfleger mag zu beurteilen, ob dieses Leben eines alten und todkranken noch lebenswert ist oder nicht. Das Individuum selbst hat aber das Recht, dem Wunsch des Todes nachzugehen. Es ist ein Recht a priori, diesem nachzukommen. Einzig und allein der Glaube und der gesellschaftliche Zwang hindert uns daran es vielleicht viel öfter zu tun. Es sind nicht wir selbst, die uns den mors voluntaria verbieten, es ist der feste Glaube an die Bestrafung dafür im Jenseits, die Gesellschaft und lediglich die verbleibenden Wurzeln, die im Boden der sozialen Beziehungen stecken.
PN Suche
von Mr_Agent_Mulder erstellt: 04.03.09, 22:34:02 Uhr
Ûnd nun die Frage was nach dem tot ist:
Wissenschaftler behaupten das leben an sich sind nur Elektrostöße in einem haufen Gewebe das wir Gehirn nennen.
Gläubige behaupten das Leben ist eine Schleife an "Energien" die uns Menschen auf irgend eine Art und Weise gegeben wurde.
Vieleicht ist das Leben beides. Ein Wissenschaftlar hat mal gesagt: der Mensch benutzt nur 5% seines Gehirns. Diese Aussage ließ mich 7 Jahre nicht mehr los. Ist das Leben nicht wirklich nur elektrische Ladungen in unserem Gehirn oder steckt da ,ehr dahinter. würde mich auf "Erläuchterungen" freuen.
mfg
PN Suche
von Nickader erstellt: 05.03.09, 19:21:06 Uhr
Ja das ist wirklich beeindruckend, nur etwa 7% vom Gehirn! Wenn das wirklich stimmt ist das schon ein sehr harter Fact...
Vorallem wozu ist der Mensch dann fähig wenn es eine Möglichkeit gebe alle 100% gleichzitig zu aktivieren. In der Welt ist sowas bestimmt bald möglich, wenn die Entwicklung weiter so schnell vorran schreitet.
Es ist sowieso eine große Frage was wir alles nicht wissen oder wahrnehmen obwohl es direkt vor uns liegt. Fragen wie ist das Universum tatsächlich unendlich könnten dann vielleicht beantwortet werden. Aber Intelligenz heißt nicht nur Rätsel lösen sondern auch Macht und das könnte nicht nur postiv sein. Auch mach psychisch Gestörter hat einen enorm hohen IQ, vielleicht macht Intelligenz im zu hohen Maß sogar wahnsinnig! *ausschweif*
PN Suche
von Mr_Agent_Mulder erstellt: 05.03.09, 20:19:20 Uhr
psyschisch gestörte sind doch wahnsinnige die die grenze von dem was sie noch kontrollieren und dem was sie nicht mehr konttrollieren erreicht haben. sie fangen an diese 5% bzw 7% grenze zu überschreiten und wissen nicht mehr weiter.ab diesem punkt fangen sie an ihre umgebung als hilfe zu nehmen, d.h. ihre eltern ihrte freunde und all dem was sie zu vertrauen scheinen. ist es nicht das was einen wahnsinnigen aus einem macht. patrioten, rassisten, sexualperwerslinge geld- und machtgeile, hasserfüllte wesen. einem menschen wird direkt nach der geburt jegliche freiheit und kontrolle zum denken weggenommen.
aber zurück zum thema, wie frei ist der mensch wirklich, nur in seinen gedanken, nur in seinen träumen, nur nach dem tot?
wer entscheidet über unsere freiheit? eltern, medien, enschen die glauben die haben die weißheit mit löffeln gegessen, dichter, philosophen, GOTT, das Unterbewusstsein?
ich würde gerne eure meinungen darüber hören.
PN Suche
von diesuchende erstellt: 26.09.09, 14:02:07 Uhr
es kommt auf die ansichtsweise an. im rahmen unseres lebens beschränkt ist das natürlich ein ende. aber betrachten wir es in einem breiteren spektrum, ist das auch der anfang einer neuen phase. und zwar im jenseits. aber in den meisten fällen ist es unsinnig suizid zu begehen. das leben endet sowieso irgendwann auf natürlicher weise.
PN Suche
von diesuchende erstellt: 26.09.09, 14:02:22 Uhr
es kommt auf die ansichtsweise an. im rahmen unseres lebens beschränkt ist das natürlich ein ende. aber betrachten wir es in einem breiteren spektrum, ist das auch der anfang einer neuen phase. und zwar im jenseits. aber in den meisten fällen ist es unsinnig suizid zu begehen. das leben endet sowieso irgendwann auf natürlicher weise.
PN Suche
von teresa erstellt: 19.06.10, 17:55:48 Uhr
lebe für nichts oder stirb für etwas! wenn du dich mit dem selbstmord verewigen willst dann tue das, jedoch gehe niemanden damit auf dem SACK! schöpfe deine eigene realität und verewige sie so, das sich keiner daran traut und somit erklärst du dich zu denen, die für die ewigkeit gelten. andernfalls stirb so lautlos wie du sein kannst. keiner hält dich auf erden fest und deine familie schon garnicht. gott hat keinen bedarf an menschen, die das leben verachten. der selbstmörder sollte eher darüber nachdenken was es der menschheit hinterlassen will, blind sein hilft wenig dabei. wer suchet der findet und wer nicht warten kann hat dat keinen sinn im übrigen...wohlan!
PN Suche
von Dunschala erstellt: 11.07.10, 22:11:55 Uhr
Zitat von teresa:

gott hat keinen bedarf an menschen, die das leben verachten.


anscheinend weisst du was Gott bedarf oder nicht! war er letztens bei dir auf besuch bei kaffee und kuchen?!

ich wundere mich immer wieder über menschen, die wissen was Gott sagt oder will.

bis dann, Dunschala
@)-->------

PN Suche
Aktionen
Antwort erstellen | drucken speichern
Powered by: phpMyForum 4.1.1 © Christoph Roeder